Presbyterium
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FINANZKRISE und kirchlicher Haushalt
Im letzten Bericht zum Haushalt unserer Kirchengemeinde wurde es schon angesprochen, das in den nächsten Jahren zu erwartende Loch in unserem kirchlichen Geldbeutel. Jetzt ist es durch die allgemeine Finanzkrise schneller gekommen als vorhersehbar war: Im Haushalt 2010 geht es nicht nur eng zu, sondern die Ausgaben übersteigen die Einnahmen um einige zehntausend Euro!
Alle Kosteneinsparungen der letzten Jahre, z.B. durch die Verkleinerung der Gemeindeverwaltung, durch rationelleren Druck des Gemeindebriefes, durch Einschränkungen des Küsterdienstes oder den Verkauf des Pfarrhauses Schillerstraße wurden durch den Einbruch der Kirchensteuer-einnahmen zunichte gemacht.
Wie kam es zu diesem plötzlichen Einnahmeverlust? Die Kirchensteuer ist direkt mit der Einkommens- und Lohnsteuer verknüpft. Sie beträgt 9% der Einkommens- und Lohnsteuer. Durch die Wirtschaftskrise sind nun die Einkommens- und Lohnsteuern im Jahr 2009 stark zurückgegangen. Grund dafür waren die Einkommensverluste unserer Gemeindeglieder durch Kurzarbeit und ähnliches. Dadurch sank auch die Kirchensteuer schnell stark ab. Insgesamt verlor unsere Kirchengemeinde so über 40.000,- €uro, rund 18% ihrer Kirchensteuereinnahmen.
Da gleichzeitig die Ausgaben durch steigende Energiepreise und auch steigende Löhne zusätzlich noch höher wurden, kam es zu dem oben beschriebenen Loch im Geldbeutel der Kirchengemeinde. Dieses Loch konnte für das Jahr 2010 noch durch Entnahmen aus der Rücklage gestopft werden. Für die kommenden Jahre heißt es nun aber: Sparen, sparen und nochmals sparen! Das Presbyterium hat den Finanzausschuss beauftragt, Einsparmöglichkeiten zu suchen und so für einen möglichst ausgeglichenen Haushalt 2011 zu sorgen.
Wir werden uns aber bemühen, bei allen Sparzwängen weiter eine Gemeinde zu bleiben, die ihren Gemeindegliedern interessante Angebote machen kann und die ihre Aufgaben weiterhin erfüllt.
Gerhard Korb, Finanzkirchmeister
